Liebe zum Laufen durch Salzburger Frauenlauf
© Salzburger Frauenlauf
23. Jun 2017

Liebe zum Laufen durch Salzburger Frauenlauf

„Am Salzburger Frauenlauf gefällt mir, dass es nicht um Höchstleistungen geht. Die gemeinsame Aktivität von klein bis groß, ein inspirierendes Miteinander und eine für Jede machbare Distanz stehen im Vordergrund. Außerdem war die Gruppendynamik im Rahmen des Events wirklich motivierend“, erzählt Julia Rath von ihrer erstmaligen Teilnahme am Salzburger Frauenlauf. Dieses Erlebnis, das sie der leitenden Hand ihrer Mutter zu verdanken hat, war ein markanter Wendepunkt für die 29-jährige Salzburgerin. Seitdem schnürt sie regelmäßig die Laufschuhe. Das Wort „Bewegung“ hat binnen kürzester Zeit einen ganz anderen Stellenwert in ihrem Leben bekommen.


Zum Glück gezwungen

Begonnen hat alles mit einem kleinen „Hinterhalt“: Julias Mutter meldete sie und ihre Schwester trotz einer ursprünglichen Absage für den Salzburger Frauenlauf an. Das Team der „Erwachsenenhilfe“ benötigte nämlich noch zwei Teilnehmerinnen, um die Größe von zehn Aktiven zu erlangen und in die Gruppenwertung des Salzburger Frauenlauf 2016 zu fallen. Die „Erwachsenenhilfe“ ist ein gemeinnütziger Verein, der mobile Hauskrankenpflege für hilfsbedürftige Menschen anbietet, und selbst engagiert Projekte zur Gesundheitsförderung der eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und deren Kinder unterstützt. Im Zuge dessen übernahm der Verein auch die Nenngelder für den Salzburger Frauenlauf.


Erste Laufschritte beim Lauftreff

Trotz anfänglicher Skepsis begleiteten die beiden Töchter ihre Mutter zu einem der im Rahmen der Bewegungsaktion „Frau läuft!“ angebotenen Lauftreffs im Volksgarten. „Es herrschte eine tolle Atmosphäre. Wir wurden von Hannes und Ruth Langer herzlich begrüßt und haben uns auf Anhieb wohlgefühlt. Besonders toll fanden wir, dass das Angebot des Lauftreffs sowohl für erfahrene Läuferinnen als auch für Laufeinsteigerinnen optimal war“, erzählt Julia. Ursprünglich waren sie und ihre Schwester zum Walking gekommen, ließen sich jedoch gleich überreden, es mit dem Laufen zu probieren. Die Walking-Stöcke verbrachten den Lauftreff tatenlos in der Wiese liegend.


Aktiver Lebensstil führt zu Gewichtsverlust

Dies war der Startschuss zu einer neuen Liebe. Seither schnürt die Familie Rath regelmäßig die Laufschuhe. Beim 5.3km-Lauf des Salzburger Frauenlauf 2016 überraschten sich alle drei mit tollen Leistungen.
Motiviert vom Laufen integrierte Julia Bewegung fix in ihren Alltag. „Ich haben als Kind mit dem Eislaufen begonnen und bin bis 2011 regelmäßig ins Training gegangen. Seit dem vergangenen Jahr gibt es wieder eine Trainingsgruppe für Erwachsene. Zeitgleich mit dem Laufen habe ich regelmäßigen Sport in meinen Tagesablauf integriert.“ Ein Trainingsplan, ergänzende Mobilisations-, Stabilisierungs- und moderate Kraftübungen sowie eine Anpassung des Ernährungsplans („Ich habe nur noch Wasser getrunken“) führten gemeinsam mit dem neuen, aktiven Lebensstil und zu einem beachtlichen Gewichtsverlust von 20 Kilogramm.


Wichtiger Ausgleich

Damit kehrt Julia irgendwie „back to the roots“. Denn bereits als Kind hat sie stets viel Sport gemacht, damals „klassische Mädchen-Sportarten wie Ballett und Eislaufen“. Vor kurzem hat sie ihr Operngesang Studium am Mozarteum in Salzburg mit zwei Master-Titeln abgeschlossen und träumt davon, auf der Opernbühne Fuß zu fassen, am liebsten als Solistin. „Der Sport als Ausgleich ist für die Bühnen-Performance enorm hilfreich“, beteuert sie. Daher achtet sie penibel auf genügend Bewegung im Alltag, auf freiwilliges Kistentragen, Balanceübungen während des Abwasches oder simpel fünf Liegestütze zwischendurch.

In ihrer Freizeit betreut Julia gemeinsam mit ihrer Schwester und ihrer Mutter Kurse im Turnverein Maxglan und gibt Eislauftraining im Volksgarten.