2010-06-29
“Laufen bedeutet sehr viel für mich!”
Frau läuft!: Frau Thordardottir, was bedeutet Laufen für Sie?
Frida Run Thordardottir: Laufen bedeutet wirklich sehr viel für mich. Zum einen ist es eine hervorragende Möglichkeit um in Form zu bleiben. Zum anderen kann man über das Laufen viele andere Menschen kennenlernen. Außerdem ist Laufen für mich ein wichtiger Ausgleich zur Arbeit. Wenn jemand, wie ich, viel arbeitet braucht er diesen Ausgleich. Ich kann beim Laufen einfach abschalten, den Stress aus dem Büro vergessen und Probleme des täglichen Lebens lösen.
FL: Wie kamen Sie zum Laufen?
Thordardottir: Ich begann bereits in der Schule mit dem Laufen. Dabei stellte sich bereits schnell heraus, dass ich ziemlich gut war und immer mit den besten drei Jungen mitlaufen konnte. Als ich elf Jahre alt war, habe ich bei einem Cross-Country-Lauf in meiner Heimatstadt Mosfellsbaer, einem Vorort von Reykjavik, teilgenommen. Ich wurde Zweite und habe die Medaille noch immer.
Im selben Jahr entschied meine Mutter, dass ich meine Energien besser nutzen sollte und hat mich in ein Lauftrainingsprogramm eingeschrieben. Gleichzeitig habe ich zu dieser Zeit auch noch Fußball gespielt, mich dann aber auf das Laufen konzentriert. Mit zwölf Jahren setzte ich mir in den Kopf als „scholarship athlete“ in die USA zu gehen. Ich habe mir diesen Traum schließlich hart erarbeitet und somit auch verdient!
FL: Was war Ihr bis dato größter sportlicher Erfolg?
Thordardottir: Ich laufe jetzt ja schon seit vielen Jahren und ich hatte dabei viele wichtige Erfolge. Die Spiele der kleinen Staaten von Europa 1993 waren großartig. Ich habe damals drei Goldmedaillen gewonnen, dazu kam noch ein dritter Platz und eine insgesamt gelungene Leistung. Als Mitglied der Universität von Georgia (USA) habe ich bei insgesamt sieben College Meisterschaften der National Collegiate Athletic Association (NCAA) teilgenommen. Davon vier Mal bei den Cross-Country-Meisterschaften, zwei Mal bei den Hallen-Meisterschaften und ein Mal bei den Freiluft-Meisterschaften. Sich dafür zu qualifizieren war eine große Leistung für eine Isländerin. Auch auf meine Leistung als Masters-Athletin bin ich stolz, ganz besonders über meinen Sieg bei den Cross-Country-Europameisterschaften über fünf Kilometer.
FL: Was für Sie das Wichtigste am Laufen?
Thordardottir: Für mich stehen zur Zeit wieder Siege und Leistung im Mittelpunkt. Es gab aber auch schwierigere Zeiten. Dabei war das Laufen für mich wichtig, um in Form zu bleiben und um einfach nur bei Laufveranstaltungen dabei zu sein.
FL: „Frau läuft!“ ist ja auch ein Charity-Event. Was halten sie davon?
Thordardottir: Ich unterstütze das wirklich sehr. Ich sitze unter anderem im Gremium der „Asthma and Allergy Foundation“ und bin auch für diese den Reykjavik Marathon am 21. August 2009 gelaufen. Charity-Läufe haben in Island noch keine lange Tradition, aber sie erfreuen sich immer größerer Beliebtheit.
FL: Wieso sind Veranstaltungen wie „Frau läuft!“ wichtig für Frauen?
Thordardottir: Sie sind auf jeden Fall wichtig für Frauen. Ich denke, dass einige Frauen sich nicht trauen in der Öffentlichkeit zu laufen. Wenn sie dann sehen, dass andere Frauen bei Laufveranstaltung mitmachen, verlieren diese Frauen vielleicht ihre Scham.
FL: Welche Ziele setzen Sie sich für Sonntag?
Thordardottir: Ich will eine schnelle Zeit laufen. Ich hoffe dass die Tagesverfassung passt und ich mich am Morgen fit fühle.
FL: Was darf das Salzburger Publikum von Ihnen erwarten?
Thordardottir: Ich weiß es selbst noch nicht so genau. Ich kenne die Strecke noch nicht, erwarte mir aber einen flachen Streckenverlauf. Es hängt auch ein bisschen davon ab, wie viele Kurven und Ecken es zu bewältigen gilt. Ich hoffe allerdings in einer Zeit unter 18:20 Minuten ins Ziel zu laufen. Meine persönliche Bestzeit in einem Straßenrennen liegt in diesem Jahr bei 18:39 Minuten, aber erst letzten Mittwoch bin ich bei einem 10-Kilometer-Lauf einen 18:51 Minuten Split gelaufen.
Das gesamte Interview finden Sie als hier als Download (pdf)
click here to see the whole interview in english (pdf)
Frida Run Thordardottir: Laufen bedeutet wirklich sehr viel für mich. Zum einen ist es eine hervorragende Möglichkeit um in Form zu bleiben. Zum anderen kann man über das Laufen viele andere Menschen kennenlernen. Außerdem ist Laufen für mich ein wichtiger Ausgleich zur Arbeit. Wenn jemand, wie ich, viel arbeitet braucht er diesen Ausgleich. Ich kann beim Laufen einfach abschalten, den Stress aus dem Büro vergessen und Probleme des täglichen Lebens lösen.
FL: Wie kamen Sie zum Laufen?
Thordardottir: Ich begann bereits in der Schule mit dem Laufen. Dabei stellte sich bereits schnell heraus, dass ich ziemlich gut war und immer mit den besten drei Jungen mitlaufen konnte. Als ich elf Jahre alt war, habe ich bei einem Cross-Country-Lauf in meiner Heimatstadt Mosfellsbaer, einem Vorort von Reykjavik, teilgenommen. Ich wurde Zweite und habe die Medaille noch immer.
Im selben Jahr entschied meine Mutter, dass ich meine Energien besser nutzen sollte und hat mich in ein Lauftrainingsprogramm eingeschrieben. Gleichzeitig habe ich zu dieser Zeit auch noch Fußball gespielt, mich dann aber auf das Laufen konzentriert. Mit zwölf Jahren setzte ich mir in den Kopf als „scholarship athlete“ in die USA zu gehen. Ich habe mir diesen Traum schließlich hart erarbeitet und somit auch verdient!
FL: Was war Ihr bis dato größter sportlicher Erfolg?
Thordardottir: Ich laufe jetzt ja schon seit vielen Jahren und ich hatte dabei viele wichtige Erfolge. Die Spiele der kleinen Staaten von Europa 1993 waren großartig. Ich habe damals drei Goldmedaillen gewonnen, dazu kam noch ein dritter Platz und eine insgesamt gelungene Leistung. Als Mitglied der Universität von Georgia (USA) habe ich bei insgesamt sieben College Meisterschaften der National Collegiate Athletic Association (NCAA) teilgenommen. Davon vier Mal bei den Cross-Country-Meisterschaften, zwei Mal bei den Hallen-Meisterschaften und ein Mal bei den Freiluft-Meisterschaften. Sich dafür zu qualifizieren war eine große Leistung für eine Isländerin. Auch auf meine Leistung als Masters-Athletin bin ich stolz, ganz besonders über meinen Sieg bei den Cross-Country-Europameisterschaften über fünf Kilometer.
FL: Was für Sie das Wichtigste am Laufen?
Thordardottir: Für mich stehen zur Zeit wieder Siege und Leistung im Mittelpunkt. Es gab aber auch schwierigere Zeiten. Dabei war das Laufen für mich wichtig, um in Form zu bleiben und um einfach nur bei Laufveranstaltungen dabei zu sein.
FL: „Frau läuft!“ ist ja auch ein Charity-Event. Was halten sie davon?
Thordardottir: Ich unterstütze das wirklich sehr. Ich sitze unter anderem im Gremium der „Asthma and Allergy Foundation“ und bin auch für diese den Reykjavik Marathon am 21. August 2009 gelaufen. Charity-Läufe haben in Island noch keine lange Tradition, aber sie erfreuen sich immer größerer Beliebtheit.
FL: Wieso sind Veranstaltungen wie „Frau läuft!“ wichtig für Frauen?
Thordardottir: Sie sind auf jeden Fall wichtig für Frauen. Ich denke, dass einige Frauen sich nicht trauen in der Öffentlichkeit zu laufen. Wenn sie dann sehen, dass andere Frauen bei Laufveranstaltung mitmachen, verlieren diese Frauen vielleicht ihre Scham.
FL: Welche Ziele setzen Sie sich für Sonntag?
Thordardottir: Ich will eine schnelle Zeit laufen. Ich hoffe dass die Tagesverfassung passt und ich mich am Morgen fit fühle.
FL: Was darf das Salzburger Publikum von Ihnen erwarten?
Thordardottir: Ich weiß es selbst noch nicht so genau. Ich kenne die Strecke noch nicht, erwarte mir aber einen flachen Streckenverlauf. Es hängt auch ein bisschen davon ab, wie viele Kurven und Ecken es zu bewältigen gilt. Ich hoffe allerdings in einer Zeit unter 18:20 Minuten ins Ziel zu laufen. Meine persönliche Bestzeit in einem Straßenrennen liegt in diesem Jahr bei 18:39 Minuten, aber erst letzten Mittwoch bin ich bei einem 10-Kilometer-Lauf einen 18:51 Minuten Split gelaufen.
Das gesamte Interview finden Sie als hier als Download (pdf)
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